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40er, 50er, 60er Jahre
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Bereits in den späten 1940er Jahren beginnt die Eishockeygeschichte Bayreuths. An der alten Schwimmschule am Kreuzstein wird schon 1947 auf der zugefrorene Wasserfläche oder am zugefrorenen Röhrensee gespielt. Allerdings sind es kaum Einheimische, denn diese Sportart ist zu dieser Zeit in Oberfranken noch eher unbekannt. Hauptsächlich spielen Flüchtlinge aus Ostpreußen, Schlesien und dem Sudetenland den schnellsten Mannschaftssport der Welt. Bei ihnen ist Eishockey schon länger bekannt. Der Anfang in Bayreuth gestaltet sich schwierig. Einer der damaligen Pioniere erinnert sich:" Wir haben keine Schutzkleidung gehabt". Da müssen dann schon mal die Frauen mithelfen und Socken stricken.
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Mit einem Zeitungsartikel am 17.November 1949 im Bayreuther Tagblatt versuchen Wilhelm Naumann und Hans Angerer Spieler zu finden und tragen erste Spiele auf der alten Schwimmschule, dem zugefrorenen Wasser im Hofgarten oder dem Röhrensee aus. Manchmal wird auch auf den gefluteten Tennisplätzen des TC Rot-Weiß am alten Gaswerk gespielt.

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Schnell will man sich einem Verein anschließen und beim Schwimmverein, auf dessen Freibad im Winter sowieso schon gespielt wird, erhalten die Eishockeyspieler volle Unterstützung. Am 12.Dezember 1949 treffen sich in der Gaststätte Fürst Bismarck auf Initiative von Willi Naumann 17 Männer und gründen eine Eishockeyabteilung beim Schwimmverein. Ab diesen Zeitpunkt werden auch Spiele gegen andere Oberfänkische Vereine ausgetragen, und der damalig 12 Spieler umfassende Kader absolviert so manch spannendes Match. |
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Die vielleicht erste Bayreuther Eishockeymannschaft an der alten Schwimmschule
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Erstmals treten sie am 29. Januar 1950 gegen den Nürnberger Eishockey- und Tennisclub vor gleich 800 Zuschauern an. Die dabei erlittene 0:8 Niederlage spielt dabei keine Rolle. Weitere Begegnungen und Niederlagen in diesem Jahr gegen die starken Hofer (0:4) und gegen Selb (3:4) steht immerhin ein deutlicher 12:2 Sieg gegen Kulmbach gegenüber. Es gibt zahlreiche Startschwierigkeiten, denn außer Schlittschuhen und Schlägern gibt es keinerlei Ausrüstungsgegenstände. Hosen werden zur Polsterung mit Papier ausgestopft, Tore werden aus Stahlrohren und Maschendraht vom Schrottplatz gebastelt, aber Bayreuther Firmen helfen tatkräftig mit. Eigentlich ist es in den 50er Jahren nicht erlaubt, Ausländer einzusetzten. Doch daran halten sich die Bayreuther nicht, haben sie doch mit den amerikanischen Soldaten vor der Haustür Spieler aus dem Beinahemutterland des Eishockeys. Also meldet man den einen oder anderen kurzerhand unter falschen Namen an. Allerdings darf er kein Wort sagen, sonst würde alles auffliegen.
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In den Anfangszeiten ist es bei den Eishockeyspielen auf dem Röhrensee manchmal schon richtig dunkel
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Es dauert jedoch nicht lange bis man sich im gegenseitigen Einvernehmen vom Schwimmverein wieder trennt, denn zu groß ist die Abteilung inzwischen geworden. Es folgt die Gründung eines eigenständigen Vereins, nämlich dem Bayreuther Roll- und Schlittschuh-Club (BRSC). Aber zu dieser Zeit (1952/1953) entsteht durch Kurt Loydl beim VfB Bayreuth eine Eishockeyabteilung und schon bald schließen sich immer mehr Spieler dem VfB an, der bald zum dominierenden Eishockeyverein in Bayreuth wird. Auf dem Vereinsgelände des VfB entsteht ein eigenes kleines Stadion, zwar noch mit Natureis, aber es besitz schon Banden und ein Flutlicht. Die Eisaufbereitung ist nicht immer leicht, denn das Wasser stammt aus dem Main. "Eismachen ist eine Wissenschaft für sich" erinnert sich Kurt Loydl an damals. Auf einem Wasserbett muß das Eis gehalten werden, um keine Risse entstehen zu lassen. Dabei kann es schon einmal passieren, daß ein Spieler mitten im Angriff im Eis einbricht und er bis zu den Knöcheln im Wasser steht. An wärmeren Tagen gleicht manches Spiel eher Wasserball als Eishockey, denn es entstehen große Pfützen auf dem Eis.
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Die neue Mannschaft beim VfB mit folgender Besetzung: (von links nach rechts) Köhler,H.Mogalle,Prockl,Ebeling,Loydl,Kannberg,Mehner,Fingel,Lanhammer,Sobeck,Dombeck,R.Mogalle
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Schon bald kommt der Wunsch nach einem Kunsteisstadion auf, Kurt Loydl initiiert die ganze Sache. Es finden sich zahlreiche Sponsoren, die die Kosten für den Bau auf dem bisherigen Gelände übernehmen wollen. Auch ein Modell existiert bereits. Es ist eine Gaststätte geplant, von der man auf die Eisfläche schauen kann, darunter sollen die Umkleidekabinen untergebracht werden. Ein langgezogener Turm für die Medien und eine Tribüne mit Sitzplätzen runden den Plan ab. Überall in Bayern fahren Vertreter des VfB und der Stadt umher, um sich andere Stadien anzuschauen und sich über den Bau und Betrieb zu informieren.
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Hoch her geht es wenn einer gefoult wird und hinterher die Spieler ihre Meinungsverschiedenheiten austragen |
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Knapp am Tor vorbei geht in dieser Szene der Puck
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Bei einem Aufstiegsspiel zur 2.Liga gegen München (die Bayreuther verloren allerdings das Spiel) einigen sich Oberbürgermeister Wild und VfB-Vorsitzender Müller auf den Baubeginn für das neue Stadion. Finanzielle Förderung der Stadt bleibt aber aus. Sogleich wird die Kühlanlage für die Kunsteisherstellung bestellt. Dann aber schießen die Stadtverantwortlichen Quer: Per Zeitung warnt OB Wild den VfB dieses vorhaben würde den finanziellen Ruin des Vereins bedeutet. Außerdem solle der Verein plötzlich Parkplätze nachweisen. Das sorgt für Skepsis bei den Sponsoren, einige ziehen sich wieder zurück, ein erheblicher Rückschlag für den Bayreuther Eishockeysport. Mit der vorhanden Natureisbahn ist der Spielbetrieb nicht mehr aufrechtzuerhalten, an einem Aufstieg schon gar nicht mehr zu denken. Kurz darauf lässt VfB-Vorsitzender Müller das Natureisstadion mit Baggern zuschütten. |
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Zwar versucht Landrat Kohut alles, um das Stadion im Landkreis zu errichten, doch auch dieses Vorhaben scheitert, die zugesagten Zuschüsse erhält schließlich Pegnitz. Schon wenig später, 1963 löst sich die Eishockeyabteilung des VfB Bayreuth auf.
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